Am Duffesbach
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts strömte der Duffesbach oberirdisch durch die Straßen Am Weidenbach, Rothgerberbach, Blaubach, Mühlenbach und Filzengraben in den Rhein. 1854 wurde ein neuer Kanal erbaut, in den der Bach umgeleitet wurde. Heutzutage geschieht dies unterirdisch auf der Höhe des Klettenbergparks und der Duffesbach ist somit Teil der Kölner Kanalisation. Die nach ihm benannte Straße führt vom Eifelplatz bis zum Salierring. Die Burgunderstraße durchkreuzt sie dabei.
Benannt nach dem Duffesbach, einem heute fast vollständig kanalisierten und unterirdisch geführten Kölner Bach. Der Duffesbach entspringt in Hürth-Knapsack und mündete einst direkt in den Rhein; heute fließt er fast nur unterirdisch — sein Verlauf durch die Stadt ist allerdings durch eine ganze Kette von Straßennamen ablesbar: Blaubach, Rothgerberbach, Mühlenbach, Weidenbach in der Altstadt-Süd und schließlich Am Duffesbach hier in der Neustadt-Süd. Vor dem Bau der römischen Eifelwasserleitung (ca. 80 n. Chr.) war der Duffesbach die wichtigste Wasserversorgung der Stadt, trieb zahlreiche Mühlen an und war Lebensader für Gerber und Färber. Die Straße bewahrt die Erinnerung an diese verschwundene Lebensader im Stadtbild.
Quellen:
Verbundene Baudenkmäler
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.