Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Brunostr.

Länge
273
Hausnummern
50677: ungerade 17–27, gerade 24a–28a
Fotografien
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Stadtteil
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Die Brunostraße liegt am Übergang des Karolinerrings in den Sachsenring. Ursprünglich, also vor dem Bau der Kölner Ringe, war sie eine Altstadtstraße, die im Laufe der Zeit verschiedenste Namen trug. Ihre aktuelle Bezeichnung bekam sie im Laufe des 19. Jahrhunderts. Sie verweist damit wahrscheinlich auf den Kölner Erbischof Bruno von Köln I., der im 10. Jahrhundert lebte und ein Bruder des damaligen Kaisers Otto des Großen war. Brunos Gebeine wurden im Kloster St. Pantaleon beigesetzt. Er gilt als Heiliger in der Erzdiözese Köln.

Möglicherweise bezieht sich der Name aber auch auf den heiligen Bruno von Köln, der ein Jahrhundert später lebte.


a. Bruno von Sachsen (925-965) Bruder Kaiser Ottos I.; Erzkanzler des reiches, Kölner erzbischof, Herzog von Lothringen

b. Bruno von Köln ( * unsicher zwischen 1027 u. 1035 + 1101) aus Köln stammend , Gründer des Kartäuserordens

c. Bruno von Berg, (1100-1137) Kölner Erzbischof , Gründer der Zisterzienserabtei Altenberg


Benannt nach Brun(o) I. von Köln (925–965), genannt „der Große", Erzbischof von Köln 953–965 und einer der mächtigsten Kirchenfürsten des frühen Mittelalters. Bruno war der jüngste Sohn König Heinrichs I. und damit Bruder Kaiser Otto I.; er war 940–953 Reichserzkanzler des ostfränkisch-deutschen Reiches und übernahm 953 auf Wunsch seines Bruders das Erzbistum Köln und das Herzogtum Lothringen. In Otto I.s Abwesenheit (Italienzüge, Kaiserkrönung 962) führte Bruno gemeinsam mit dem Mainzer Erzbischof faktisch die Regierung des Reiches. In Köln gründete er die Stifte St. Andreas, Groß St. Martin, St. Maria im Kapitol und St. Pantaleon — letzteres wurde sein Begräbnisort. Bruno wird als Heiliger verehrt (Gedenktag 11. Oktober). Im Cluster der Kölner Erzbischof-Straßen der Neustadt-Süd (siehe Agilolfstr., Engelbertstr., Hochstadenstr., Dasselstr.) repräsentiert er die ottonisch-sächsische Schicht.

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