Titusstr.
Benannt nach Titus (39–81 n. Chr.), römischem Kaiser 79–81 n. Chr., ältester Sohn und Nachfolger Vespasians (Begründer der Flavischen Dynastie). Titus ist historisch v. a. durch zwei Ereignisse verewigt: Die Eroberung und Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. mit Niederlegung des herodianischen Tempels (Beginn der jüdischen Diaspora); und der Ausbruch des Vesuv 24. August 79 n. Chr., der Pompeji und Herculaneum unter Asche begrub und in seinen ersten Regierungsmonaten fiel. Titus galt im Volk als „Liebling des Menschengeschlechts" (Süton, lateinisch amor ac deliciä generis humani) wegen seiner Großzügigkeit; in nur zwei Jahren Regentschaft vollendete er das Kolosseum in Rom (Eröffnung mit 100-tägigen Spielen 80 n. Chr.) und errichtete die Titustherme. Im römischen Kaiser-Cluster der Neustadt-Süd (Trajan-, Titus-, Claudiusstr.) repräsentiert Titus das frühe Flavische Kaiserhaus.
Quellen:
Verbundene Baudenkmäler
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.