Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Bruder-Klaus-Platz

Länge
59 m
Hausnummern
51063: ungerade 1–3, gerade 2–8a
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Niklaus von Flüe (1417–1487), genannt Bruder Klaus — schweizerischem Bauer, Ratsherrn, Richter, Krieger, zehnfacher Familienvater und schließlich Eremiten in der Ranftschlucht; Schweizer Nationalheiliger. Bruder Klaus stammte aus einer Obwaldner Bauernfamilie, kämpfte 1440–1444 als Offizier im Alten Zürichkrieg und lebte danach mit seiner Frau Dorothea und zehn Kindern als wohlhabender Bauer und Politiker. Im Oktober 1467 — der jüngste Sohn war noch kein Jahr alt — verließ er mit Einverständnis seiner Frau seine Familie, um Eremit zu werden. In seiner Klause im Ranft führte er fortan ein asketisches Leben. Zur Ratseinholung pilgerten Politiker aus ganz Europa zu ihm; seine bedeutendste politische Vermittlung war 1481 das „Stanser Verkommnis", mit dem er die Einheit der Eidgenossenschaft rettete. Nikolaus starb 1487 nach Jahren mit Krämpfen, wurde aber erst 1947 — im Jahr der Gründung der Mülheimer Bruder-Klaus-Siedlung — von Papst Pius XII. heiliggesprochen. Die Mülheimer Siedlung wurde 1947 von Pfarrer Karl Müller mit der Siedlergemeinschaft Neuland e.V. für Kriegsgeschädigte und Flüchtlinge gegründet; viele Straßen tragen Namen Schweizer Orte (siehe Davoser Klause, Berner Str. usw.) — als Dank für die Schweizer Hilfe nach dem Zweiten Weltkrieg.

Quellen:

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