Carlebachstr.
Benannt nach der Familie Carlebach, einem bedeutenden deutsch-jüdischen Rabbiner-Geschlecht, das im 19. und frühen 20. Jahrhundert die jüdischen Gemeinden in Norddeutschland und über Generationen hinweg das deutsche orthodoxe Judentum prägte. Bekannte Vertreter sind unter anderem Salomon Carlebach (1845–1919, Lübecker Oberrabbiner), Joseph Zwi Carlebach (1883–1942, Hamburger Oberrabbiner und Schulreformer) und Esriel Carlebach (1908–1956, Journalist und Mitgründer der israelischen Zeitung Maariv). Joseph Carlebach wurde 1942 in Riga ermordet. Die Straße fügt sich in den Erinnerungsraum der NS-Verfolgung (siehe auch Meirowskystr. für den jüdischen Industriellen Max Meirowsky) und gehört zum bewusst angelegten Gedenkprogramm der Stadt für die Opfer des Holocaust.
Quellen: