Eil liegt im Südosten Kölns und ist mit 16,25 Quadratkilometern flächenmäßig der größte Stadtteil der Stadt – bei nur rund 9.200 Einwohnern. Seit 1975 gehört Eil zum Bezirk Porz. Der Name geht auf einen alten Rheinarm zurück („eil" = Rinne). Der Stadtteil hat einen ländlich-dörflichen Charakter mit altem Ortskern.
Erstmals 1268 erwähnt, war Eil lange ein armes Dorf. Die Bewohner arbeiteten als Tagelöhner auf den Rittergütern und verdienten sich nebenher als Besenbinder, indem sie Holz und Heidekraut aus dem Gemeindewald holten. An diese Tradition erinnern der Besenbinderplatz, das Wappen und ein Denkmal.
Im Osten umfasst Eil große Teile der Wahner Heide und das Naherholungsgebiet Gut Leidenhausen mit Greifvogelstation, Wildgehege, Haus des Waldes und Deutschem Obstmuseum. Direkt daneben liegt das nicht öffentlich zugängliche Schloss Röttgen mit seinem 250 Hektar großen, von einer acht Kilometer langen Mauer umfassten Gelände. Hier handelte Konrad Adenauer nach dem Krieg mit den Westmächten den Deutschlandvertrag aus; die Mehl-Mülhens-Stiftung betreibt dort bis heute ein Vollblut-Gestüt.
Im Norden Eils entstand ab den 1960er-Jahren ein großes Industrie- und Gewerbegebiet.