Gut Leidenhausen
Straßen- und Platzbezeichnung am gleichnamigen Gut Leidenhausen, einem ehemaligen Wasserschloss am westlichen Rand der Wahner Heide, etwa 2 km südöstlich des Eiler Ortskerns. Die Geschichte des Gutes reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück; erstmals urkundlich erwähnt 1329. Der ehemalige Rittersitz gehörte über Jahrhunderte verschiedenen Adelsfamilien: zunächst den Herren von Deutz (14. Jh.), dann den Freiherren von Hatzfeld (16./17. Jh.), den Freiherren von Weichs und den Grafen von Mirbach-Harff (18./19. Jh.). Der heutige Hauptbau wurde 1749 errichtet und bis 1930 architektonisch erweitert. 1963 erwarb die Stadt Köln das Gut samt 170 Hektar Land, um das Gebiet als Naherholungszone zu erschließen. Seit 1. Juli 2018 ist Gut Leidenhausen offiziell „Umweltbildungszentrum der Stadt Köln"; auf dem Hofgelände sind u. a. die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, NABU Köln und die Wahner Heide-Arbeitsgemeinschaft ansässig.
Quellen: