St.-Rochus-Str.
Benannt nach dem Heiligen Rochus von Montpellier (ca. 1295–1327), berühmtem Pestpatron der Katholischen Kirche. Rochus stammte aus einer adligen südfranzösischen Familie, verschenkte sein Erbe an die Armen und pilgerte nach Rom – auf seiner Reise pflegte er Pestkranke u. a. in Rom und Acquapendente und wurde selbst infiziert, soll aber durch ein Wunder geheilt worden sein. Nach seiner Rückkehr starb er um 1327 in einem italienischen Gefängnis, in dem er als angeblicher Spion festgehalten wurde. Im 15. Jahrhundert wurde Rochus zu einem der wichtigsten 14 Nothelfer und berühmtesten Pestpatrone Europas; sein Festtag ist der 16. August. Im Erzbistum Köln tragen mehrere Kirchen das Rochus-Patrozinium (Bonn-Duisdorf, Bickendorf, Overath-Heiligenhaus). Die St.-Rochus-Straße in Eil knüpft an diese rheinische Verehrungstradition an.
Quellen: