Meirowskystr.
Benannt nach Max Meirowsky (1866–1949), jüdischem Industriellen aus Ostpreussen und Begründer eines der einst grössten Eiler Industriebetriebe. 1894 gründete Meirowsky in Köln-Ehrenfeld eine Firma für Isolatoren aus Glimmer, Monazitsand und Feldspat – dringend benötigte Bauteile für die aufstrebende elektrische Industrie. 1910 errichtete er das Eiler Werk der Meirowsky AG zwischen Kaiserstraße und Bahnstrecke; bereits damals beschäftigte das Unternehmen 245 Arbeiter. Eine enge Kooperation mit der Kölner Felten & Guilleaume AG (F&G) führte in den 1920er Jahren zur Übernahme durch F&G. Im Dritten Reich wurde Meirowsky im Zuge der „Arisierung" 1938 enteignet; um seine Emigration zu finanzieren, musste er seine Berliner Kunstsammlung versteigern. Über Amsterdam erreichte er die Schweiz, wo er 1949 in Genf starb. 1941 wurde sein ehemaliges Werk in „Dielektra" umbenannt. Die Meirowskystraße erinnert – bewusst oder unbewusst – an die jüdische Industriegeschichte des Stadtteils.
Quellen: