Richard-Wagner-Str. (Porz)
Benannt nach Richard Wagner (1813–1883), deutschem Komponisten, Theatermacher und Schriftsteller. Wagner revolutionierte die Oper mit der Idee des „Gesamtkunstwerks" und schuf monumentale Werke wie die Ring-Tetralogie „Der Ring des Nibelungen" (1848–1874, vier Opernabende), „Tristan und Isolde" (1859), „Die Meistersinger von Nürnberg" (1867) und „Parsifal" (1882). Mit dem Bau des Bayreuther Festspielhauses (1872–1876) realisierte er sein eigenes Theater für seine Werke; bis heute werden dort jährlich die Bayreuther Festspiele abgehalten (seit Wagners Tod 1883 unter Leitung seiner Witwe Cosima, siehe Cosimastr.). Wagners politisch-ideologische Schriften und sein Antisemitismus sind bis heute höchst umstritten und führten zur unkritischen Rezeption durch die Nationalsozialisten. Musikalisch ist seine Bedeutung jedoch unbestritten: Wagner prägte die gesamte Musik des 20. Jahrhunderts.
Quellen: