Damaschkestr.
Benannt nach Adolf Damaschke (1865–1935), Berliner Volksschullehrer, Sozialreformer und einem der wichtigsten Wegbereiter der deutschen Bodenreform-Bewegung. Aus einer Tischlerfamilie in den Berliner Mietskasernen kommend, wurde Damaschke Volksschullehrer und engagierte sich aus eigener Erfahrung gegen die Wohnungsnot der Arbeiterklasse. 1898 gründete er den Bund Deutscher Bodenreformer, dessen Vorsitzender er bis zu seinem Tod blieb — auf seinem Höhepunkt 1920 hatte der Bund 60.000 bis 65.000 Mitglieder. Damaschkes Ideen zur Reform des Bodenrechts und der Bodenbesteuerung gingen 1919 mit Artikel 155 in die Weimarer Reichsverfassung ein („Die Verteilung und Nutzung des Bodens wird vom Staate überwacht und Mißbrauch verhütet"). Damaschke prägte über Jahrzehnte die kommunale Bodenpolitik in deutschen Städten — auch in Köln. Er starb 1935 in Berlin. Die Damaschkestr. ehrt einen der wichtigsten Sozialreformer der ersten deutschen Demokratie.
Quellen: