Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Diesterwegstr.

Länge
236 m
Hausnummern
51109: ungerade 1–69, gerade 2b–16
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Stadtteil
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Benannt nach Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg (29. Oktober 1790 in Siegen – 7. Juli 1866 in Berlin), Pädagogen und einem der wichtigsten Reformer der deutschen Volksschule im 19. Jahrhundert. Diesterweg studierte Mathematik und Theologie in Herborn, Tübingen und Heidelberg, unterrichtete an Lateinschulen in Worms und Frankfurt am Main und übernahm 1820 die Leitung des Lehrerseminars in Mörs am Niederrhein. 1832 wurde er Direktor des neu gegründeten Berliner Stadtschullehrerseminars und gründete dort die Pädagogische Gesellschaft. In der Nachfolge Pestalozzis kämpfte er für eine einheitliche, nationale, liberale Volkserziehung, für bessere Lehrerbildung, geistige Selbstständigkeit und gesellschaftliche Anerkennung der Volksschullehrer und für einen konfessionsfreien Religionsunterricht. Sein berühmter Leitsatz: „Der schlechte Lehrer verkündet die Wahrheit, der gute lehrt sie finden." Wegen seiner liberalen Haltung wurde er 1847 unter dem reaktionären Kultusminister Eichhorn zwangspensioniert, blieb aber als Herausgeber des Rheinischen Blattes publizistisch wirksam und saß 1858–1866 als Liberaler im preußischen Abgeordnetenhaus. Sein Sohn Carl Theodor Moritz Diesterweg (1834–1906) gründete den noch heute renommierten Diesterweg-Verlag für Schulbücher in Mainz. Die Diesterwegstraße eröffnet 1955 zusammen mit der wenige Jahre später angelegten Petersenstraße und Fritz-Schu-Straße das Brücker Pädagogen-Quartier.

Quellen: