Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Dorothee-Sölle-Platz

Länge
18 m
Hausnummern
50672: ungerade 1–7, gerade 2–2
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Stadtteil
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Benannt nach Dorothee Sölle (1929–2003), in Köln geborener evangelischer Theologin und einer der einflussreichsten Befreiungstheologinnen Europas. Sölle wuchs in einem gut situierten Professorenhaushalt auf und studierte Theologie. Ihr theologischer Ansatz: „Gottes Vorzugsliebe für die Armen" — eine politisch-engagierte Theologie, die Christentum mit Gesellschaftskritik verband. Von 1968 bis 1972 organisierte sie das wöchentliche ökumenische „Politische Nachtgebet" in der Antoniterkirche (siehe Antoniterstr. in Altstadt-Nord) — eine bahnbrechende Form der Verbindung von politischem Engagement und Spiritualität. Sölle engagierte sich gegen den Vietnamkrieg, gegen das atomare Wettrüsten, gegen Apartheid und für die Befreiungsbewegungen in Lateinamerika. Sie war ab 1975 Gast-Professorin am Union Theological Seminary in New York. Mit Luise Schottroff entwickelte sie die feministische Befreiungstheologie. Sölle starb 2003 in Göppingen.

Quellen:

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