Elisabeth-Langgässer-Str.
Benannt nach Elisabeth Langgässer (1899–1950), katholischer Schriftstellerin, deren Schicksal in besonderer Weise die NS-Verfolgung widerspiegelt. Langgässer wurde in Alzey als Tochter eines konvertierten jüdischen Architekten geboren; sie selbst war taufkatholisch und identifizierte sich als katholische Dichterin. Ab 1936 erteilten die Nationalsozialisten ihr Schreibverbot wegen ihrer „nichtarischen" Herkunft. Ihre Tochter Cordelia Edvardson (geboren aus einer Beziehung mit dem jüdischen Staatsrechtler Hermann Heller) wurde 1944 nach Auschwitz und Theresienstadt deportiert, überlebte und wurde Schriftstellerin. Langgässer veröffentlichte 1946 den Roman „Das unauslöschliche Siegel" – ein metaphysisch-katholisches Werk, das die christliche Heilsgeschichte vor dem Hintergrund der NS-Zeit reflektiert. Sie starb frühzeitig 1950 in Rheinzabern an den Spätfolgen ihrer Verfolgung.
Quellen: