Elisabeth-Moses-Weg
Benannt nach Elisabeth Moses (1894-1957), deutsch-amerikanischer Kunsthistorikerin und Museumsmitarbeiterin jüdischer Herkunft. Moses wurde am 14. Januar 1894 in Köln als älteste Tochter des jüdischen HNO-Arztes Sally Moses und seiner Frau Luise (geb. Rothschild) geboren. Sie promovierte in Kunstgeschichte und arbeitete als Wissenschaftliche Assistentin am Museum für Kunstgewerbe (heute Museum für Angewandte Kunst Köln) und am Wallraf-Richartz-Museum. Ende März 1933 wurde sie als "Nichtarierin" aus dem Kölner Stadtdienst entlassen. Sie emigrierte über Italien in die USA, ihre Eltern und ihr Bruder folgten 1937 (alle überlebten). Sie starb am 21. Dezember 1957 in San Francisco. Am 21. März 2013 wurden vier Stolpersteine für die Familie Moses in der Kölner Elisenstr. 3 verlegt; 2021 wurde dieser Weg in Elsdorf nach ihr benannt. Ihre Straße ist eine der ersten Strassenwidmungen, die explizit an eine vom NS-Regime entlassene und emigrierte jüdische Frau erinnert.
Quellen: