Elsa-Brändström-Str.
Benannt nach Elsa Brändström (1888–1948), schwedischer Krankenschwester und Philanthropin — „Engel von Sibirien". Brändström, in Sankt Petersburg geboren, meldete sich 1914 freiwillig beim schwedischen Roten Kreuz und reiste 1915 nach Sibirien, um die hygienischen und medizinischen Verhältnisse in den russischen Kriegsgefangenen-Lagern zu verbessern. Die Bedingungen waren katastrophal: Überfüllte Baracken, Fleckfieber-Epidemien, Unterernährung, Erfrierungen. Brändström selbst erkrankte schwer am Fleckfieber und reduzierte mit ihrer Helferin Ethel von Heidenstam die Sterblichkeit der deutschen Kriegsgefangenen drastisch. Nach dem Krieg richtete sie für Heimkehrer Lehrlingsheime, Kinderdörfer und Erholungsstätten ein und initiierte später die CARE-Pakete für Nachkriegsdeutschland. Sie wurde fünfmal für den Friedensnobelpreis nominiert und mit dem schwedischen Polarstern-Orden ausgezeichnet. Sie starb 1948 in Cambridge/Massachusetts. Die Straße im Riehler Quartier ehrt sie.
Quellen: