Franz-Clouth-Str.
Benannt nach Franz Julius Albertus Clouth (1838–1910), dem Gründer der Rheinischen Gummiwarenfabrik Franz Clouth — eines der bedeutendsten Industrieunternehmen im Norden Kölns. Clouth gründete sein Unternehmen 1862 in der Kölner Altstadt und verlagerte es 1868 nach Nippes, wo er eine eigene Großproduktion aufbaute. Bis zu seinem Tod 1910 war das Werk auf 680 Mitarbeiter angewachsen.
Clouth produzierte Telefonkabel, Lichtkabel und insbesondere Unterwasserkabel; aufsehenerregend waren etwa das Seekabel zwischen Wangerooge und dem Leuchtturm Roter Sand sowie die komplette Verkabelung des Nord-Ostsee-Kanals. Auch Luftschiffe wurden hier konstruiert (siehe Luftschiff-Platz). Die Clouth-Werke produzierten in Nippes bis 2009; heute steht auf dem ehemaligen Werksgelände das Wohnquartier mit den Straßennamen „Auf dem Stahlseil", „Kautschukstraße", „Seekabelstraße" und „Luftschiff-Platz", die alle an die Clouth-Industriegeschichte erinnern.
Quellen: