Nippes liegt im linksrheinischen Norden Kölns und gibt dem Bezirk Nippes seinen Namen. Auf Kölsch heißt der Stadtteil „Neppes".
Schon in der Römerzeit lag hier eine Villa, ein Gutshof, an der Straße nach Neuss. Der alte Siedlungskern gehörte zur „Herrlichkeit Mauenheim". Der Name Nippes taucht erstmals 1549 im Zusammenhang mit einem Gasthaus auf; er lässt sich vielleicht als „Haus auf einer Anhöhe" deuten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Nippes ein ländliches Dorf.
Mit der Industrialisierung änderte sich alles: Da die Kölner Innenstadt durch preußische Festungsbestimmungen für Industrie gesperrt war, siedelten sich Betriebe in Nippes an – darunter die Gummiwerke Clouth und zentrale Eisenbahnwerkstätten. 1881 gab es bereits 62 größere Industriebetriebe. 1888 wurde Nippes nach Köln eingemeindet.
Heute ist Nippes ein lebendiger, multikulturell geprägter Stadtteil. Zentrum sind die Neusser Straße als bekannte Einkaufsmeile und der Wilhelmplatz mit seinem werktäglichen Markt. Auf ehemaligen Industrieflächen entstanden neue Wohnviertel wie das Clouth-Quartier. Charakteristisch sind die nach Themen benannten Straßenquartiere, etwa das Eisenbahn- oder das Botaniker-Quartier.