Franz-Hitze-Str.
Benannt nach Franz Hitze (1851–1921), katholischem Priester und einem der wichtigsten Sozialethiker der katholischen Soziallehre. Hitze studierte in Würzburg, war Generalsekretär des katholischen Volksvereins und ab 1893 Professor für christliche Sozialwissenschaft an der Universität Münster — der ersten Lehrstuhl für christliche Soziallehre überhaupt. Hitze prägte die Soziallehre der katholischen Kirche und beriet Papst Leo XIII. bei der bahnbrechenden Sozialenzyklika „Rerum novarum" (1891). Ab 1882 saß er für die Zentrumspartei im preußischen Landtag und im Reichstag. Sein zentrales Anliegen war die soziale Frage — gerechte Löhne, Arbeiterschutz, Gewerkschaftsfreiheit, Genossenschaftswesen. Mit ihm und der Reichensperger-Familie entstand in Köln ein Cluster katholisch-sozialer Politiker; die KAB (siehe Bernhard-Letterhaus-Str. und Prälat-Otto-Müller-Platz) führte diese Tradition fort.
Quellen: