Gertrud-Luckner-Karree
Benannt nach Gertrud Luckner, geborene Jane Hartmann (26. September 1900 in Liverpool – 31. August 1995 in Freiburg), christlicher Widerstandskämpferin im Zweiten Weltkrieg und Verfolgte des NS-Regimes. Gertrud Luckner wuchs in England und Deutschland auf, studierte Volkswirtschaft und Soziologie und engagierte sich nach 1933 im katholischen Caritasverband in Freiburg. Während der NS-Zeit organisierte sie heimlich Hilfe für rassisch und politisch Verfolgte: sie schmuggelte Lebensmittel, falsche Pässe und Geld in deportierte jüdische Familien, half jüdischen Konvertiten bei der Flucht in die Schweiz, baute ein Netzwerk christlich-jüdischer Solidarität auf. Am 5. November 1943 wurde sie von der Gestapo verhaftet und ins Frauen-KZ Ravensbrück bei Fürstenberg an der Havel verschleppt; sie überlebte unter brutalen Haftbedingungen bis zur Befreiung im April 1945. Nach 1945 war sie eine wichtige Mitbegründerin der christlich-jüdischen Aussöhnungsbewegung in der Bundesrepublik, lange bevor das offizielle Thema wurde. Sie wurde mit dem Bundesverdienstkreuz, der Yad-Vashem-Auszeichnung als „Gerechte unter den Völkern" und vielen weiteren Ehrungen ausgezeichnet. Die Straße wurde am 13. Juni 2013 nach ihr benannt.
Quellen: