Ostheim liegt im rechtsrheinischen Osten Kölns zwischen Frankfurter Straße und Königsforst und gehört zum Bezirk Kalk. Auf 3,8 Quadratkilometern leben rund 14.000 Menschen.
Erstmals erwähnt wird Ostheim 959; der Name verweist schlicht auf die östliche Lage. Bis ins 19. Jahrhundert war der Ort ein kleines Dorf an der Grenze zwischen Kurköln und dem Herzogtum Berg. 1707 entstand die erste Kapelle, dem heiligen Servatius geweiht – als Schutz gegen das Sumpffieber der alten Rheinarme. 1914 wurde Ostheim mit Merheim nach Köln eingemeindet.
1937 eröffnete die Wehrmacht den Fliegerhorst Ostheim, dessen Anlagen bis ins heutige Neubrück reichten. Nach 1945 wurde er demilitarisiert und abgerissen.
Den Wandel brachte die Nachkriegszeit. Zwischen 1950 und 1980 verdreifachte sich die Einwohnerzahl, da Ostheim zum Wohnvorort für die Industrie in Mülheim und Kalk wurde. In den 1950ern entstanden Postsiedlung und Badener Viertel, Anfang der 1970er auf einem preußischen Exerzierplatz an der Gernsheimer Straße Hochhäuser für mehr als 2.500 Bewohner – damals als Vorzeigeprojekt des sozialen Wohnungsbaus gefeiert.