Zehnthofstr.
Benannt nach dem Ostheimer Zehnthof — einem ehemaligen Gutshof des Stiftes St. Severin in Köln, der bis zu seinem Brand Ende des 19. Jahrhunderts an dieser Stelle stand. Ein Zehnthof war ein zentrales Element der mittelalterlichen Wirtschaftsordnung: der Pächter eines solchen Hofes musste 10% (den „Zehnten") der Ernte und des Viehbestandes als Miete oder Pachtzins dem Grundherrn abführen — in Ostheims Fall an das Severinstift. Die Severinstifte bildeten zusammen mit den anderen großen Kölner Stiften (St. Gereon, St. Pantaleon, St. Maria im Kapitol u. a.) das wirtschaftliche Rückgrat der mittelalterlichen Stadt; der Zehnthof war über Jahrhunderte einer ihrer wichtigen Versorgungsstandorte für Getreide, Vieh und Wein. Die Zehnthofstraße trägt den Namen seit dem 9. April 1913 (vorher: Hauptstraße) und ist mit 503 Metern eine der zentralen Achsen Ost-Ostheims.
Quellen: