Servatiusstr.
Benannt nach dem Heiligen Servatius, Bischof von Tongern (heute Belgien) und Pfarrpatron der Pfarrei St. Servatius in Köln-Ostheim — durch deren Gebiet auch der Merheimer Teil dieser Straße verläuft. Servatius (gestorben 13. Mai 384 in Maastricht) war einer der ersten Bischöfe nördlich der Alpen, war Teilnehmer der Synoden von Sardica (343) und Rimini (359) und galt als entschiedener Verteidiger der Trinitätslehre gegen den Arianismus. Sein Gedenktag, der 13. Mai, ist einer der drei Eisheiligen — nach altem Bauernspruch „Servaz muss vorüber sein, soll es ewig grünen sein." Die Pfarrkirche St. Servatius in Ostheim wurde 1906/1907 erbaut; sie ersetzte die kleinere Servatiuskapelle, die um 1707 in der Nähe der heutigen Werntgenstraße erbaut und nach Errichtung der neuen Kirche 200 Jahre später abgerissen wurde. Die Servatiusstraße wurde am 2. Mai 1946 auf den Namen umbenannt — vorher hieß sie (1. April 1942 – 1. Mai 1946) Fliegerhorststraße, weil sie zum NS-Fliegerhorst Köln-Ostheim/Merheim führte (heute Klinikum-Gelände).
Quellen: