Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Hedwig-Wachenheim-Karree

Länge
332 m
Hausnummern
51107: ungerade 1–27, gerade 2–210
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Hedwig Wachenheim (27. August 1891 in Mannheim – 8. Oktober 1969 in New York), deutscher Sozialpolitikerin jüdischen Glaubens für die SPD und Historikerin. Wachenheim war ab 1914 in der sozialdemokratischen Frauenbewegung aktiv und gehörte zur Generation jener jüdischen Frauen, die zwischen Weimarer Republik und NS-Vertreibung die deutsche Sozialdemokratie und die Wohlfahrtspflege prägten. 1919 war sie eine der Mitbegründerinnen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Berlin — gemeinsam mit Marie Juchacz und anderen. Sie verfasste das Standardwerk „Die deutsche Arbeiterbewegung 1844–1914". Im Sommer 1933 emigrierte sie wegen jüdischer Herkunft und SPD-Vergangenheit zunächst nach Frankreich, dann nach England und 1935 in die USA, wo sie bis zu ihrem Tod 1969 lebte und über deutsche Sozialgeschichte forschte und publizierte. Beigesetzt wurde sie in den USA. Die Straße wurde am 13. Juni 2013 als eines der Ostheimer Frauen-Karrees nach ihr benannt.

Quellen: