Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
15 Denkmale

Gilbachstr.

Länge
227 m
Hausnummern
50672: ungerade 1–33, gerade 18–34
Fotografien
1 Bild
Stadtteil
2010

Die Gilbachstraße liegt zwischen der Spichernstraße und der Gladbacher Straße am Stadtgarten. Ihren Namen hat sie von einem Nebenfluss(-bach) der Erft, der von der Ville herunterkommend bei Neuss in die Erft mündet.

Die Gilbachstraße ist eine Wohnstraße, die ihre Attraktivität aus ihrer Nachbarschaft zum Stadtgarten bezieht. Nachteil des Standortes ist die Nähe zum Bahndamm mit der davon ausgehenden Lärmbelästigung durch Reise- und vor allem Güterzugverkehr.

Eine große Zahl der Häuser hat noch historische Fassaden, die in den letzten Jahren in unterschiedlicher Qualität renoviert worden sind. Am unteren Ende der Gilbachstraße befinden sich noch zwei Gewerbebetriebe, ein Großhandel für Sanitärbedarf und eine Druckerei. Im Haus Nr. 20 befindet sich die Montessori-Grundschule, die 2026 70 Jahr alt wurde. Die Schule nutzt den Stadtgarten als Pausenhof.

Unter den Häusern 17-21 und 23-25 sind ebenerdige Durchgänge in den Stadtgarten. Zusammen mit der Kirche (Neu) St. Alban im Stadtgarten wurden sie Ende der 50er Jahre vom Architekten Hans Schilling (1921-2009) entworfen. Die Kirche ist ein prägnantes und über die Grenzen Köln hinaus bekanntes Beispiel für den modernen Kirchenbau der Zeit nach 1945. Für den Bau der Kirche wurden übrigens Trümmerziegel des alten Opernhauses am Rudolfplatz verwendet.

Aus einem nicht nachvollziehbaren Grund wird man die geraden Hausnummern 2-16 in der Gilbachstraße vergeblich suchen. Die Nummerierung beginnt auf der "geraden" Seite erst mit der Hausnummer 18.

Die Handwerkskammer hatte ihren Sitz nach dem Krieg im Schulgebäude Gilbachstraße 20 . Viele ältere Handwerker erzählen, dass sie dort ihre Prüfung gemacht haben.

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