Heinrich-Hoerle-Str.
Benannt nach Heinrich Hörle (1895-1936), Kölner Maler und einem der zentralen Vertreter der "Kölner Progressiven", einer 1920er-Jahre-Künstlergruppe mit ausgeprägt politischem Anspruch. Hörle wurde in Köln geboren, kämpfte im Ersten Weltkrieg (Verwundung) und studierte danach an der Kölner Werkschulen. Mit Anton Räderscheidt, Franz Wilhelm Seiwert und seiner Frau Angelika Hörle gründete er die "Neukölnische Malerschule" (später "Stupid"); zur erweiterten Gruppe der Progressiven gehörten auch Marta Hegemann (vgl. Marta-Hegemann-Str.), Jankel Adler, Gerd Arntz und Max Ernst. Die Progressiven verbanden eine reduziert-geometrische Bildsprache mit politischem Engagement; ihre zentrale Frage: "Wie lassen sich Kunst und Politik versöhnen?". Hörle gab 1929-1933 zusammen mit Seiwert die Zeitschrift "a bis z" heraus, das Sprachrohr der Gruppe. Hörle starb 1936, mit nur 41 Jahren, an Tuberkulose. Sein Werk wurde von den Nazis als "entartet" eingestuft; viele seiner Werke gelten als verschollen.
Quellen: