Ibsenstr.
Benannt nach Henrik Ibsen (1828–1906), norwegischem Dramatiker und einem der großen Erneuerer des modernen europäischen Theaters. Ibsens Werke – „Peer Gynt" (1867, mit Bühnenmusik von Edvard Grieg, siehe Griegstr.), „Nora oder Ein Puppenheim" (1879), „Gespenster" (1881), „Die Wildente" (1884), „Hedda Gabler" (1890) – entlarven die Heuchelei des bürgerlichen Lebens und gelten als Begründer des realistischen psychologischen Dramas. Mit „Nora", in dem die weibliche Hauptfigur am Ende ihren Mann und ihre Kinder verlässt, schockierte Ibsen die ganze damalige Bürgergesellschaft – das Stück wurde zum Manifest der Frauenemanzipation. Sein dramatisches Werk hat Generationen von Theaterautoren von Tschechow über Tennessee Williams bis Arthur Miller prägend beeinflusst.
Quellen: