Vingst liegt im rechtsrheinischen Osten Kölns östlich von Kalk und gehört zum Bezirk Kalk. Auf 1,1 Quadratkilometern leben rund 12.000 Menschen – damit ist Vingst ein dicht besiedelter, multikultureller Stadtteil.
Erstmals erwähnt wird Vingst 1003 in der Schenkungsurkunde Erzbischof Heriberts an die Abtei Deutz. Der Name geht vermutlich auf das lateinische „vinitor" (Winzer) zurück; auch eine römische Hauptstraße führte durch das Gebiet. Jahrhundertelang war Vingst ein ländlicher Vorort rund um den Heßhofplatz, mit vier großen Höfen, darunter der noch erhaltene Vingster Hof von vor 1180.
Von 1900 bis 1910 war Vingst mit Gremberg eine eigene Bürgermeisterei, dann erfolgte die Eingemeindung nach Köln. Mit der Industrialisierung im benachbarten Kalk wurde Vingst zum Arbeiterwohnort.
Nach den Kriegszerstörungen in Kalk und Mülheim entstanden hier ab 1947 die „Laubenganghäuser" an der Würzburger Straße, später die „Papageiensiedlung" und große Sozialwohnungsprojekte. Seit den 1990er-Jahren wurden tausende Wohnungen saniert. Eine wichtige Rolle spielt das Sozialnetzwerk um Pfarrer Franz Meurer (St. Theodor) mit der Ferienaktion HöVi-Land.