Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Kierkegaardstr.

Länge
162 m
Hausnummern
51107: ungerade 1–27, gerade 2–14
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Stadtteil
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Benannt nach Søren Kierkegaard (1813–1855), dänischem Philosophen und Theologen, einem der Begründer des Existenzialismus. Kierkegaard wurde in Kopenhagen geboren, führte sein gesamtes Leben als kritischer Aussenseiter der etablierten dänischen Staatskirche und schrieb in nur 13 produktiven Jahren ein gewaltiges Werk – oft unter Pseudonymen. Hauptwerke wie „Entweder – Oder" (1843), „Furcht und Zittern" (1843) und „Die Krankheit zum Tode" (1849) entwickeln eine radikal subjektive Religionsphilosophie, in der die individülle Wahl, der „Sprung in den Glauben" und die Verzweiflung Schlüssel zur menschlichen Existenz sind. Kierkegaard beeinflusste Karl Jaspers, Martin Heidegger, Jean-Paul Sartre, aber auch katholische Denker wie Theodor Häcker (siehe Theodor-Häcker-Str. in Neubrück), der ihn ins Deutsche übersetzte. Die Kierkegaardstraße fügt sich ins Skandinavien-Quartier Vingsts.

Quellen: