Im Bischofsacker
Einer der wenigen Buchforster Straßennamen, der nicht aus dem Naturwissenschaftler- oder Städte-Quartier stammt, sondern auf einen alten Flurnamen zurückgeht. „Bischofsacker" verweist auf die historische Grundeigentümerschaft des Erzbistums Köln bzw. des Erzbischofs an Ländereien rechts des Rheins — solche kirchlichen Lehen und Pfründen prägten die Flurkarten des Kölner Umlandes über Jahrhunderte. Der gesamte Bereich des heutigen Buchforst war bis ins 19. Jahrhundert weitgehend unbebautes Wald- und Ackerland zwischen den damals noch eigenständigen Orten Buchheim, Mülheim und Kalk; die Karten der Topographischen Aufnahme der Rheinlande (1801–1828) zeigen das Gebiet noch fast vollständig unbesiedelt. Solche tradierten Flurnamen wurden bei der Anlage der GAG-Siedlung 1926–1932 in einigen Fällen bewusst beibehalten, um der modernen Reißbrett-Siedlung historische Tiefe zu geben.
Quellen: