Buchforst liegt im rechtsrheinischen Osten Kölns zwischen Mülheim, Buchheim und Kalk und gehört zum Bezirk Mülheim. Mit nur 0,83 Quadratkilometern ist es der flächenmäßig kleinste Stadtteil Kölns; rund 7.400 Menschen leben hier.
Der Name verweist auf ein Waldgebiet, das hier bis ins 19. Jahrhundert vorherrschte. Besiedelt wurde die Gegend erst spät: 1926 erwarb die Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Wohnungsbau (GAG) ein 18 Hektar großes Areal im damaligen „Kalkerfeld", um Wohnungen für weniger wohlhabende Familien zu schaffen – auch für Menschen, deren Häuser dem Bau der Mülheimer Brücke weichen mussten.
Es entstanden zwei Siedlungen, die Buchforst bis heute prägen: nördlich der Karlsruher Straße der „Blaue Hof" (1926–1927), südlich davon die „Weiße Stadt" (1929–1932) mit rund 600 Wohnungen. Beide stammen von den Architekten Wilhelm Riphahn und Caspar Maria Grod und gelten als bedeutende Beispiele des „Neuen Bauens" – mit Flachdächern, Balkonen und kubischen Formen. Ungewöhnlich für die Zeit waren eigene Bäder. Vom selben Architektenduo stammt St. Petrus Canisius, die einzige Kirche Kölns im Bauhausstil.
Erst nach Fertigstellung der Siedlungen wurde das Gebiet 1932 in „Buchforst" umbenannt und nach Köln eingemeindet. Blauer Hof und Weiße Stadt stehen seit 1988 als Gruppendenkmal unter Schutz.