Karlsruher Str.
Benannt nach der badischen Großstadt Karlsruhe. Innerhalb der Buchforster Siedlungsstruktur kommt der Karlsruher Straße eine Sonderrolle zu: sie bildet die Grenze zwischen den beiden GAG-Siedlungen — nördlich davon entstand 1926–1927 der Blaue Hof, südlich 1929–1932 die Weiße Stadt. Beide Siedlungen wurden von Wilhelm Riphahn und Caspar Maria Grod entworfen und 1988 als Gruppendenkmal in die Denkmalliste eingetragen. Die Stadt Karlsruhe wurde 1715 von Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach als idealtypische Planstadt mit fächerförmigem Grundriss gegründet — ein städtebaulicher Prototyp, der die europäischen Residenzstädte des 18. Jahrhunderts maßgeblich prägte. Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Karlsruhe zu einem Zentrum von Verwaltung (Sitz von Bundesgerichtshof und Bundesverfassungsgericht), Forschung (Universität Karlsruhe, heute KIT) und Industrie. Die Aufnahme in den Buchforster Städte-Reigen reflektiert die Bedeutung Karlsruhes als süddeutscher Industrie- und Wissenschaftsstandort.
Quellen: