Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Kopernikusstr.

Länge
551 m
Hausnummern
51065: ungerade 1–63, gerade 32–160
Fotografien
4 Bilder
Stadtteil
2011

Benannt nach Nikolaus Kopernikus (lateinisch Nicolaus Copernicus, polnisch Mikołaj Kopernik, 1473–1543), Domherrn von Frauenburg in Ermland und Begründer des modernen heliozentrischen Weltbildes. Kopernikus wurde in Thorn (Toruń) geboren, studierte in Krakau, Bologna und Padua Astronomie, Mathematik, Medizin und kanonisches Recht und wirkte den größten Teil seines Lebens als Domherr und kirchlicher Verwalter in Frauenburg an der Ostsee. Sein epochales Werk De revolutionibus orbium cölestium („Über die Umwälzungen der Himmelskreise") erschien 1543 — wenige Wochen vor seinem Tod — und stellte die seit der Antike geltende erdzentrierte Weltvorstellung des Ptolemäus auf den Kopf: nicht die Erde, sondern die Sonne stehe im Mittelpunkt des Planetensystems, und die Erde sei selbst nur einer von mehreren um sie kreisenden Planeten. Diese kopernikanische Wende löste eine wissenschaftliche Revolution aus, deren Wirkung über die Astronomie hinaus auf das gesamte abendländische Welt- und Selbstbild ausstrahlte — durch Kepler (Ellipsenbahnen), Galilei (Beobachtungen) und Newton (Gravitationsgesetz) wurde das System mathematisch und beobachtend bewiesen. In Buchforst markiert die Kopernikusstraße zugleich die Lage der Walter-Blickhäuser-Sportanlage und der evangelischen Auferstehungskirche.

Quellen:

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