Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Mesmerstr.

Länge
152 m
Hausnummern
51065: ungerade 1–15, gerade 2–12
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Stadtteil
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Benannt nach Franz Anton Mesmer (1734–1815), deutschem Arzt und Begründer des animalischen bzw. tierischen Magnetismus — einer im 18. und 19. Jahrhundert weit verbreiteten medizinisch-philosophischen Bewegung, die heute als Mesmerismus bezeichnet wird. Mesmer wurde am Bodensee in Iznang geboren, studierte Medizin in Wien (Promotion 1766) und vertrat dort die Theorie, alle Lebewesen seien durch ein „magnetisches Fluidum" mit der Erde, den Himmelskörpern und untereinander verbunden — Krankheiten seien Störungen dieses Energieflusses, die er durch Streichbewegungen mit Magneten oder den bloßen Händen heilen könne. Nach erbittertem Streit mit der medizinischen Fakultät Wien zog er 1778 nach Paris, wo er an der Place Vendôme eine fashionable Praxis betrieb; 1784 erklärte eine königliche Untersuchungskommission unter Mitwirkung Benjamin Franklins seine Theorien für unbewiesen. Trotz dieser Diskreditierung wirkte sein Erbe weit ins 19. Jahrhundert nach: aus dem Mesmerismus entwickelten sich Hypnose-Forschung (James Braid, später Sigmund Freud) und psychosomatische Medizin. Mesmer starb 1815 in Meersburg am Bodensee. Seine Aufnahme in das Buchforster Naturwissenschaftler-Quartier ist insofern bemerkenswert, als Mesmer aus heutiger Sicht eher den Rand der Wissenschaftsgeschichte markiert.

Quellen: