Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Klaprothstr.

Länge
83 m
Hausnummern
51065: gerade 2–10
Fotografien
1 Bild
Stadtteil
2011

Benannt nach Martin Heinrich Klaproth (1743–1817), deutschem Chemiker und einem der bedeutendsten Element-Entdecker der Aufklärungszeit. Klaproth wurde in Wernigerode am Harz geboren und durchlief eine klassische Apothekerausbildung in Quedlinburg, Hannover, Berlin und Danzig, bevor er sich 1780 in Berlin mit der eigenen Apotheke zum Bären selbstständig machte. Sein Privatlaboratorium in dieser Apotheke wurde zum produktivsten chemischen Forschungsstandort Europas seiner Zeit — zwischen 1782 und 1800 publizierte er 84 Originalarbeiten. Klaproth gelang die Entdeckung bzw. Mit-Entdeckung gleich mehrerer chemischer Elemente: Uran (1789), Zirconium (1789), Titan (1795, parallel zu William Gregor), Strontium (1793), Cer (1803) und Chrom (1797); zudem bestätigte er die Existenz von Tellur und Beryllium. Seine Methode der quantitativen Mineralanalyse setzte den Standard der analytischen Chemie für das gesamte 19. Jahrhundert. Nach seinem Tod ging seine Mineraliensammlung an das Museum für Naturkunde in Berlin.

Quellen: