Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Kirchhoffstr.

Länge
92 m
Hausnummern
51065: ungerade 1–7
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Stadtteil
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Benannt nach Gustav Robert Kirchhoff (1824–1887), deutschem Physiker und Mathematiker, der zu den Begründern der modernen Spektroskopie und der Strahlungsphysik zählt. Kirchhoff wurde in Königsberg geboren, studierte und promovierte dort und wurde 1854 nach Heidelberg berufen, wo er 21 Jahre lang in fruchtbarer Zusammenarbeit mit dem Chemiker Robert Bunsen (siehe Bunsenstr.) wirkte. Bereits in seinen Studententagen formulierte er die nach ihm benannten Kirchhoffschen Regeln der elektrischen Stromkreise (Knotenregel und Maschenregel), die zu den Fundamenten der Elektrotechnik gehören und in jeder Schaltungsanalyse bis heute angewendet werden. In Heidelberg perfektionierte Kirchhoff zusammen mit Bunsen Joseph von Fraunhofers Spektroskop und entwickelte daraus die chemische Spektralanalyse; mit ihr wies er 1859 erstmals einen chemischen Bestandteil der Sonnenatmosphäre (Natrium) nach und entdeckte 1861 mit Bunsen die Elemente Cäsium und Rubidium. Sein Kirchhoffsches Strahlungsgesetz (1859) — das Gleichgewicht zwischen Absorption und Emission eines Körpers — wurde zur Grundlage der Schwarzkörperstrahlung und damit der Quantenphysik. 1875 wechselte er nach Berlin.

Quellen: