Pyrmonter Str.
Benannt nach Bad Pyrmont, einem traditionsreichen Heilbad und Kurort im Weserbergland (heute Niedersachsen). Pyrmont gehörte historisch zum Fürstentum Waldeck und Pyrmont, einem 1712 vom Kaiser zur Reichsfürstenwürde erhobenen Kleinstaat, dessen beiden Hauptbestandteile (das hessische Stammland Waldeck und die niedersächsische Exklave Pyrmont) bis 1918 dynastisch verbunden waren — daher auch die Buchforster Nachbarstraßen Waldecker Str., Waldecker Platz und Wildunger Str. Pyrmont wurde 1668 von Graf Georg Friedrich von Waldeck als Fürstenbad systematisch ausgebaut und galt 125 Jahre lang als der mondäne Treffpunkt des europäischen Hochadels — Friedrich der Große, Zar Peter der Große und später Königin Luise von Preußen kurten hier. Sechs Heilquellen, ein 1908 errichtetes Kurhaus und der Hauptallee — die erste Fußgängerzone Deutschlands — prägen das Stadtbild bis heute. Den offiziellen Titel Bad erhielt Pyrmont 1914; seit 1947 ist es niedersächsisches Staatsbad.