Waldecker Platz
Benannt — wie auch die nahe Waldecker Straße — nach dem ehemaligen Fürstentum Waldeck in Nordhessen, einem der kleinsten und langlebigsten Reichsstände des Heiligen Römischen Reichs. Waldeck war seit dem Hochmittelalter Sitz der Grafen, später (ab 1712) Fürsten von Waldeck und Pyrmont, deren Herrschaftsgebiet zwischen Sauerland und Hessen lag. Bekannte Orte des Fürstentums waren die Residenzstadt Arolsen, die alte Burg Waldeck am Edersee und die Heilbäder Bad Wildungen und Bad Pyrmont (siehe gleichnamige Buchforster Straßen). Der eigene Buchforster Platz dürfte als siedlungsräumlicher Mittelpunkt innerhalb des hessisch-niedersächsischen Bäder-Sub-Clusters gemeint gewesen sein — Pyrmonter Str., Wildunger Str., Waldecker Str. und Kasseler Str. liegen alle in unmittelbarer Nachbarschaft. 1929 endete die staatliche Selbstständigkeit Waldecks: das Land wurde Preußen einverleibt, was zeitlich exakt mit der Planung der Buchforster Weißen Stadt (1929–1932) zusammenfiel — eine möglicherweise bewusst gewählte Erinnerung an einen gerade aufgelösten Kleinstaat.
Quellen: