Eulerstr.
Benannt nach Leonhard Euler (1707–1783), Schweizer Mathematiker und einer der produktivsten und bedeutendsten Mathematiker aller Zeiten. Euler wurde in Basel geboren und studierte unter Johann Bernoulli; den größten Teil seines Lebens verbrachte er an den Akademien von Sankt Petersburg (am Hof Katharinas der Großen) und Berlin (am Hof Friedrichs des Großen). Sein Werk umfasst rund 900 Publikationen — es gibt kaum ein Teilgebiet der Mathematik des 18. Jahrhunderts, das er nicht entscheidend geprägt hätte: er begründete die Variationsrechnung und die Graphentheorie (Königsberger Brückenproblem), formulierte die Eulersche Identität eiπ + 1 = 0 (oft als „schönste Formel der Mathematik" bezeichnet), führte die Notationen π, e, i und f(x) in die Analysis ein und schrieb grundlegende Werke zur Mechanik, Astronomie und Optik. Trotz fortschreitender Erblindung (ab 1766 völlig blind) blieb seine Produktivität ungebrochen — er diktierte seinen Söhnen seine Forschungsergebnisse. Die nach ihm benannte Eulersche Zahl e ≈ 2,71828 ist Basis des natürlichen Logarithmus.
Quellen: