Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Rudolf-Clausius-Str.

Länge
353 m
Hausnummern
51065: ungerade 1–1, gerade 2–2
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Stadtteil
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Benannt nach Rudolf Julius Emanuel Clausius (1822–1888), deutschem Physiker und Begründer der modernen Thermodynamik. Clausius wurde in Köslin in Pommern (heute Koszalin, Polen) als sechstes von 18 Kindern eines protestantischen Pfarrers und Schulinspektors geboren, studierte in Berlin Mathematik und Physik und war ab 1855 Professor an der ETH Zürich, ab 1867 in Würzburg und ab 1869 bis zu seinem Tod 1888 in Bonn — die rheinische Verbundenheit erklärt zumindest teilweise seine prominente Stellung im Buchforster Wissenschaftler-Quartier. Clausius formulierte 1850 den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik in seiner klassischen Fassung („Wärme kann nicht von einem kälteren auf einen wärmeren Körper übergehen, ohne dass anderswo eine Veränderung erfolgt") und prägte 1865 dafür den von ihm neu erfundenen Begriff der Entropie — ein Maß für die Unumkehrbarkeit thermodynamischer Prozesse, das heute weit über die Physik hinaus (Informationstheorie, Kosmologie, Klimaforschung) eine Schlüsselrolle spielt. Sein berühmter Aphorismus „Die Entropie der Welt strebt einem Maximum zu" formuliert die thermodynamische Pfeilrichtung der Zeit. Die Universität Bonn benannte 2022 zum 200. Geburtstag das Rudolph-Clausius-Institut für theoretische Chemie nach ihm.

Quellen: