Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Bergiusstr.

Länge
141 m
Hausnummern
51065: gerade 2–16
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Stadtteil
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Benannt nach Friedrich Bergius (1884–1949), deutschem Chemiker und Nobelpreisträger. Bergius wurde in Goldschmieden bei Breslau geboren, studierte Chemie in Breslau und Leipzig und arbeitete als Assistent bei Walther Nernst in Berlin und Fritz Haber in Karlsruhe. 1913 erhielt er das Reichspatent auf ein Verfahren zur Verflüssigung von Steinkohle — die nach ihm benannte Kohlehydrierung nach dem Bergius-Pier-Verfahren, mit der unter hohem Druck und Temperatur aus Kohle synthetische Kraftstoffe (Benzin, Diesel, Heizöl) gewonnen werden können. Für diese und weitere Hochdruck-Verfahren der chemischen Industrie erhielt er 1931 gemeinsam mit Carl Bosch den Nobelpreis für Chemie. Bergius befasste sich auch mit Holzverzuckerung. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er als Berater nach Argentinien, wo er 1949 in Bünos Aires starb. Da die Buchforster Straßenbenennungen 1929–1932 erfolgten, war Bergius zur Zeit der Namenswahl ein gerade frisch gekürter Nobelpreisträger und Star der deutschen Industrieforschung.

Quellen: