Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Julius-Leber-Str.

Länge
204 m
Hausnummern
50739: ungerade 1–31, gerade 2–24a
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Julius Leber (1891-1945), sozialdemokratischem Politiker und einem der wichtigsten zivilen Verschwörern um den Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944. Leber trat 1913 in die SPD ein, war 1924-1933 Reichstagsabgeordneter und befasste sich besonders mit Verteidigungspolitik. Nach 1933 mehrfach von den Nazis inhaftiert (4 Jahre KZ Sachsenhausen 1933-1937), arbeitete er ab 1939 in einer Berliner Kohlenhandlung. Ab 1943 hatte er Kontakt zum Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke und zu Claus Schenk Graf von Stauffenberg; in der Liste der Hitler-Gegner war er als Reichsinnenminister der Nach-Hitler-Regierung vorgesehen. Nach dem 20. Juli 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet und schwer misshandelt; der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 20. Oktober 1944 zum Tode. Am 5. Januar 1945 wurde Julius Leber in Berlin-Plötzensee gehenkt – nur vier Monate vor Kriegsende. Seine Ehefrau Annedore Leber wurde nach dem Krieg eine wichtige Vertreterin der Erinnerungsarbeit.

Quellen: