Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Käthe-Kernchen-Str.

Länge
324 m
Hausnummern
50827: ungerade 1–71a, gerade 2–44
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Katharina „Käthe" Kern (1900–1985), deutscher Sozialdemokratin, Antifaschistin und Frauenrechtlerin, deren Kosename „Kernchen" in den Straßennamen einging. Vor 1933 gehörte Kern dem SPD-Bezirksvorstand Berlin an und leitete dort das Frauensekretariat. Mit ihrer Flugschrift „Der soll dein Herr sein? Frauen, entscheidet euch!" warnte sie früh vor Hitler und kam dafür in Gestapo-Haft. Nach ihrer Entlassung trat sie der illegalen sozialdemokratischen Widerstandsgruppe um Wilhelm Leuschner bei und war jahrelang die einzige Frau in Leuschners Berliner Führungszelle — sie spielte eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944, indem sie Informationen sicher weitergab und Aktionen koordinierte. Nach 1945 war sie Mitbegründerin des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands (DFD) und wirkte in der DDR maßgeblich an der gesetzlichen Gleichberechtigung mit. Die Schreibweise „Kernchen" ist eine spätere Verkürzung des Spitznamens; die Straße ehrt sie als Widerstandskämpferin und Frauenpolitikerin.

Quellen: