Karl-Arnold-Str.
Benannt nach Karl Arnold (1901–1958), CDU-Politiker und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen 1947–1956 – mit fast neun Jahren der bislang am längsten amtierende NRW-Regierungschef. Arnold stammte aus dem schwäbischen Biberach, machte eine Gerberlehre und wurde frühzeitig in der christlichen Gewerkschaftsbewegung aktiv. Im Dritten Reich war er als Buchhalter tätig und unterhielt Kontakte zum Gördeler-Kreis und zum Kreisauer Kreis. Nach dem Krieg gehörte er zu den Gründern der CDU im Rheinland; 1946 wurde er Oberbürgermeister von Düsseldorf, 1947 Ministerpräsident NRWs. Als „sozialer Landesvater" prägte er den nordrhein-westfälischen Sozialstaat (Mitbestimmung im Bergbau, Aufbau des Sozialsystems) und galt eine Zeit lang als ernstzunehmender Konkurrent Adenauers innerhalb der CDU. 1956 stürzte ihn ein konstruktives Misstrauensvotum, getragen von einer FDP/SPD/Zentrum-Koalition. Er starb 1958 überraschend im Bundestag.
Quellen: