Kekulestr.
Benannt nach Friedrich August Kekulé von Stradonitz (1829–1896), deutschem Chemiker und einem der wichtigsten Begründer der modernen organischen Chemie — und mit besonderem Bezug zum nahen Köln/Bonn: ab 1867 wirkte Kekulé bis zu seinem Tod als Professor an der Universität Bonn. Kekulé wurde in Darmstadt geboren, hörte als angehender Architekt eine Vorlesung von Justus von Liebig und wechselte zur Chemie. Sein wissenschaftliches Hauptwerk: 1857/58 formulierte er die Theorie der chemischen Strukturlehre — die Idee der Vierwertigkeit des Kohlenstoffs und seine Fähigkeit, lange Kohlenstoffketten zu bilden, ist die Grundlage der gesamten organischen Chemie. 1865 stellte er in Paris den Benzolring als Strukturformel vor — eine Erkenntnis, zu der er nach eigener Aussage durch einen Traum von einer Schlange, die in den eigenen Schwanz beißt, gekommen sei. Diese Strukturformel wurde zur Grundlage der gesamten Aromaten-Chemie und damit der Anilin- und Farbstoffindustrie (siehe Edmund-ter-Meer-Str., Otto-Bayer-Str.). Sein überlebensgroßes Denkmal steht vor dem Chemischen Institut der Bonner Universität.
Quellen: