Flittard liegt im rechtsrheinischen Norden Kölns am Rhein und gehört zum Bezirk Mülheim. Rund 8.000 Menschen leben hier; im Norden grenzt der Stadtteil an Leverkusen.
Der Name bedeutet „fließende, an- oder weggeschwemmte Erde" und verweist auf die frühere Hochwassergefahr. Über Jahrhunderte wurde Flittard immer wieder vom Rhein überflutet, bis 1894/95 ein Deich gebaut wurde. Erstmals erwähnt wird der Ort 989. Im Mittelalter war Flittard ein Fischerdorf und gehörte zum bergischen Amt Porz. 1914 erfolgte die Eingemeindung nach Köln.
Eine Besonderheit war die Telegrafenstation an der Egonstraße: Von 1833 bis 1848 war Flittard eine Station der optischen Telegrafenlinie Berlin–Koblenz, über die Nachrichten bei guter Sicht in wenigen Stunden übermittelt wurden.
Prägend ist bis heute die benachbarte Bayer AG: Ein Teil des Chempark Leverkusen liegt auf Flittarder Gebiet, ebenso der Carl-Duisberg-Park mit dem bekannten Japanischen Garten. Viele Beschäftigte des Konzerns wohnen im Stadtteil, der aus einem alten Ortskern am Rheindeich und neueren Wohngebieten im Osten besteht.
Trotz der umgebenden Industrie hat sich Flittard seinen dörflichen Charakter bewahrt. Naherholungsgebiet ist die Flittarder Rheinaue, ein Naturschutzgebiet. Ältestes Gebäude ist der Bongartzhof von 1715.