Spemannstr.
Benannt nach Hans Spemann (1869–1941), deutschem Embryologen und Nobelpreisträger. Spemann wurde in Stuttgart geboren, studierte Medizin in Heidelberg und arbeitete am Zoologischen Institut Würzburg, später als Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biologie in Berlin und ab 1919 als Professor für Zoologie in Freiburg. Sein wegweisendes Experiment: 1924 entdeckte er gemeinsam mit Hilde Mangold das Phänomen der embryonalen Induktion durch das, was er „Organisator" nannte — ein bestimmter Bereich des Amphibien-Embryos, der bei Transplantation in einen indifferenten Teil eines anderen Embryos die Bildung sekundärer embryonaler Strukturen organisiert. Diese Entdeckung legte die Grundlage der experimentellen Embryologie und später der modernen Entwicklungsbiologie. Spemann erhielt 1935 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin — als erster Embryologe, dem diese Ehre zuteilwurde. Er starb 1941 in Freiburg.
Quellen: