Keupstr.
Benannt nach Maria Sybilla Petronella Keup, Witwe des Mülheimer Getreidehändlers Kaspar Keup. Sie stiftete 1857 in Mülheim das Dreikönigen-Hospital — eine bedeutende karitative Gründung der bürgerlichen Mülheimer Bürgerschaft kurz vor dem industriellen Aufbruch des Stadtteils. Die Straße hieß ursprünglich Wolfstraße und entstand im Zuge der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts in der damals noch eigenständigen Stadt Mülheim am Rhein. Direkt angrenzend befindet sich die Felten & Guilleaume-Werkssiedlung, deren großer Wohnblock am Ende der Keupstraße noch heute steht — die Keupstraße war zur Jahrhundertwende ein Industriearbeiter-Quartier mit kleinen Geschäften. Seit den 1960er-Jahren entwickelte sie sich durch die Anwerbung von Gastarbeitern (vor allem für das benachbarte Carlswerk) zur türkisch-kurdischen Hauptstraße Kölns mit Restaurants, Cafés, Reisebüros, Frisörsalons und Lebensmittelgeschäften — heute leben hier Familien in der dritten und vierten Generation. Trauriger Wendepunkt der jüngeren Geschichte war der Nagelbombenanschlag der rechtsextremen Terrorgruppe NSU am 9. Juni 2004, bei dem 22 Menschen verletzt wurden — die Aufklärung des Attentats erfolgte erst Jahre später; ein Mahnmal in der Straße erinnert an die Opfer.
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Interessantes in der Straße
📍 Moschee Ömer-ül Faruk
📍 Yaprak Döner
📍 Teras
📍 hanimeli
📍 Doy Doy
📍 Asmali Konak
📍 Mevlana
📍 Gaststätte Keup
📍 Balik evi
📍 Hasret Pastanesi
📍 Café Cemo
📍 Sabahci Kahvesi
📍 Bar Malibu
📍 Botanik 2
📍 Fass
Verbundene Baudenkmäler
Nr. 6: Wohnhaus
Nr. 11: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 12: Wohnhaus
Nr. 19-21: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 36: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 38: Wohnhaus
Nr. 39: Wohnhaus
Nr. 40: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 48: Wohnhaus
Nr. 74: Wohnhaus
Nr. 76: Wohnhaus
Nr. 97: Wohnhaus
Nr. 99: Wohnhaus
Nr. 101: Wohnhaus
Nr. 103: Wohnhaus
Nr. 105: Wohnhaus
Nr. 107: Wohnhaus
Nr. 109: Wohnhaus
Nr. 111: Wohnhaus
Nr. 113: Wohnhaus
Nr. 115: Wohnhaus
Nr. 116: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 117: Wohnhaus
Nr. 119: Wohnhaus
Nr. 121: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 126: Wohnhaus
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.