KHD-Str.
Benannt nach der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD), bis in die 1970er-Jahre der größte international agierende Konzern mit Sitz in Köln und einer Schlüsselfigur der rheinischen Industriegeschichte. Die Wurzeln reichen zurück auf Nicolaus August Otto, den Erfinder des Otto-Motors, der 1864 in der Kölner Altstadt die erste Motorenfabrik der Welt gründete und 1869 mit der Firma in das damals noch eigenständige Mülheim übersiedelte. Die hier gegründete Gasmotorenfabrik Deutz entwickelte 1876 den Viertakt-Ottomotor — die Grundlage des modernen Verbrennungsmotors. Aus der Fusion mit der Maschinenbauanstalt Humboldt entstand 1930 die Humboldt-Deutzmotoren AG, 1938 durch Eingliederung des Klöckner-Konzerns die Klöckner-Humboldt-Deutz AG. KHD baute Diesel- und Gasmotoren, Lokomotiven, Traktoren (Deutz-Schlepper) und ganze Industrieanlagen. Die KHD-Str. liegt mitten im historischen Werksareal an der Deutz-Mülheimer Straße. 1997 wurde das Unternehmen in Deutz AG umbenannt und zog von Mülheim nach Köln-Porz.
Quellen: