Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Klausenerstr.

Länge
124 m
Hausnummern
50737: ungerade 1–31, gerade 2–30
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Stadtteil
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Benannt nach Erich Klausener (1885-1934), Berliner katholischen Beamten und Leiter der Katholischen Aktion in Berlin. Klausener war ab 1928 Generalsekretär der Berliner Katholischen Aktion und koordinierte das katholische Vereinswesen der Reichshauptstadt. Sechs Tage vor seiner Ermordung sprach er am 24. Juni 1934 vor 60.000 Gläubigen auf dem 32. Märkischen Katholikentag und kritisierte am Ende seiner Rede die NSDAP scharf: er machte deutlich, dass eine Unterordnung der Kirche im NS-System nicht in Frage komme. Im Zuge des sogenannten "Röhm-Putsches" am 30. Juni 1934 wurde Klausener auf direkten Befehl Heydrichs in seinem Büro im Reichsverkehrsministerium von einem 18-köpfigen SS-Sondereinsatzkommando unter SS-Hauptsturmführer Kurt Gildisch erschossen. Gildisch schoss Klausener aus einem Meter Entfernung mit seiner Privatpistole in den rechten Hinterkopf; die NS-Propaganda behauptete einen Selbstmord, was kein Bekannter Klauseners glaubte. Gildisch wurde 1949 erkannt und in einem westdeutschen Prozess wegen Mordes angeklagt.

Quellen: